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Malediven

Der Inselstaat der Malediven liegt im Südwesten Indiens, im Indischen Ozean. Er besteht auf ungefähr 1200 Inseln die mehrere Atolle bilden. Die Malediven bedecken dabei eine Fläche von knapp 300 km˛ und erstrecken sich auf einer Länge von fast 1000 Kilometern von Süden nach Norden. 220 Inseln werden von den 300.000 Einwohnern der Republik der Malediven bewohnt, 90 Inseln sind für Touristen reserviert. Die Regierung der Malediven trennt zwischen den Inseln der Einheimischen und den Touristeninseln, als Besucher darf man die Inseln der Einheimischen nur mit einer amtlichen Genehmigung oder im Rahmen einer geführten Tour betreten.

Die größte Stadt und auch die Hauptstadt der Republik Malediven ist Male, eine Stadt mit 100.000 Einwohnern auf der gleichnamigen Insel. Die bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt sind ihre beiden prächtigen Moscheen. Unweit von Malé befindet sich auch die Flughafeninsel der Malediven, Hulule, von dort aus erreicht man mit kleineren Flugzeugen oder Wasserflugzeugen auch die kleinen und weit entfernt liegenden Inseln. Neben Flugzeugen sind Boote die wichtigsten Transportmittel der Malediven. Die einzelnen Inseln sind größtenteils so klein dass man alle Strecken bequem zu Fuß zurücklegen kann.

Die Inseln der Malediven sind mit Palmen und Gebüschen bedeckt, ihre Küsten bestehen größtenteils aus weißen Sandstränden. Viele der Inseln sind von Korallenriffen umgeben, daher verfügen nahezu alle Touristenressorts auch über Tauchstationen, so dass Besucher die Möglichkeit haben die vielfältige Unterwasserwelt der Malediven kenne zu lernen. Aus Gründen des Umweltschutzes darf jeweils nur ein Fünftel jeder Insel bebaut werden und kein Gebäude darf höher als die größte Palme der jeweiligen Insel sein. Nach riesigen Hotelkomplexen und Massentourismus wird man auf den Malediven also vergeblich Ausschau halten, der Staat setzt schon seit längerem auf Öko- Tourismus und versucht die Schönheit der Inseln für die Besucher so gut wie möglich zu erhalten. Einige der Inseln für Besucher sind so genannte Barfuß- Inseln. Dort benötigen Besucher keine Schuhe da der Sand am Strand von Korallenstücken gesäubert wird und alle Wege auf den Inseln mit Sand bedeckt sind. Auf den Touristeninseln gibt es vielfältige Freizeitangebote für Touristen, so kann man oft surfen, segeln oder Kanu fahren, die entsprechende Ausrüstung wird von vielen Ressorts auch verliehen. Für Vogelfreunde stellen die Malediven ein besonders interessantes Ziel dar, auf den Inseln leben über 130 verschiedene Vogelarten. Auch Angler kommen auf ihre Kosten, viele Ressorts bieten Bootsausflüge zum Hochseefischen an, da sich unweit der Malediven tiefere Gewässer mit vielen Großfischen befinden. Auf den Inseln selbst ist das Angeln verboten, so wird die vielfältige Unterwasserwelt der Korallenriffs vor Überfischung geschützt.

Wer mehr als eine Insel erkunden möchte kann bei verschiedenen Veranstaltern Insel- Hopping- Touren buchen. Dabei werden zum Teil auch die Inseln der Einheimischen besucht und man erhält die Möglichkeit deren traditionelle Lebensweise kennen zu lernen.

Die Temperaturen auf den Malediven liegen das ganze Jahr über zwischen 27 und 30 Grad Celsius, auch nachts fallen sie nur um wenige Grad ab. In der Regenzeit in den Monaten Juni und Juli kann es gegen Abend zu starken Niederschlägen kommen, der Regen ist jedoch warm und dauert selten länger als ein bis zwei Stunden.














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